Seepferdchen ich komme

Hallo Ihr Lieben,

könnt ihr alle schwimmen und wenn ja, wie habt ihr das Schwimmen gelernt? Im Schwimmkurs oder von Mama & Papa? Wie ihr erahnen könnt folgt heute kein Testbericht, sondern ich möchte euch von dem Highlight der letzten Woche aus unserer Familie berichten.

Nina hat ihr Seepferdchen gemacht

 

Seepferdchen-Schwimmabzeichen-stolz-schwimmen

Mit der Großen bin ich damals sehr lange in die Baby- bzw. Kinderwassergewöhnungskurse gegangen und als ich dann nach zwei Jahren wieder Vollzeit zu arbeiten begann war dafür nur noch wenig Zeit. Doch das Schwimmen war uns immer wichtig und so brachte mein Mann Leia das Schwimmen bei, während ich meine Bahnen im Schwimmerbecken zog.

Auch bei Nina sollte es so sein und sie sollte endlich ohne Schwimmscheiben ins Wasser dürfen. Bereits zu Beginn 2017 versuchten wir es – vergebens. Da gab es zu viele Diskussionspunkte für sie 🙂

Letztes Jahr im Sommerurlaub auf Mallorca war es dann soweit, dass sie das erste Mal mit Papa das Schwimmen übte – erst mit jeweils einer Schwimmscheibe pro Seite weniger und dann auch mal so ganz ohne. Das klappte dann erstaunlich gut und und uns war schnell klar, zu Hause musste weiter geübt werden. Parallel hatte ich sie im Schwimmkurs angemeldet, der aber erst Januar 2018 beginnen sollte – vorher sei nichts frei und es sei dann auch erst einmal eine reine Wassergewöhnung. Ich wollte den Kurs gerne übergehen, denn Nina sprang schon immer ohne Angst ins Wasser oder rutschte voller Elan hinein, ohne das man sie auffing. Dennoch blieb ich bei dem Kurs – vorerst, denn das Üben mit Papa erwies sich schwieriger als mit unserer Erstgeborenen. Nina ist ein willensstarker Mensch und so fand sie all mögliche Ausreden oder Diskussionsgründe, warum sie es nun doch nicht so machen könne und überhaupt 🙂

Aber in den Sommerferien machte es irgendwie klick und ich empfand es auch so, als ob sie wieder einen Entwicklungsschub mitmachte. So gingen wir dann fast jede Woche einmal ins Schwimmbad, wobei das auch erst Ende September der Fall war, weil vorher noch kein Hallenbad offen war. In einem Spaßbad wollten wir gar nicht erst das Üben versuchen, da dort zu viele Ablenkungsfaktoren vorhanden sind. In einem kleinen Schwimmbad, indem unsere Große schon ihr Seepferdchen machte sollte Nina dann auch das Schwimmen erlernen. Auch hier war ich wieder außen vor, denn zu zweit der Kleinen das Schwimmen bei zu bringen war bei einem Versuch nicht so gut gelaufen., so dass ich es meinem Mann überließ. Außerdem finde ich es schön, wenn die Kids später ihren Kindern erzählen können, dass sie das Schwimmen von ihrem Papa beigebracht bekommen haben.

Wir schafften es dann auch fast jede Woche mit dem Üben und es klappte erstaunlich gut, wobei sie bei den ersten Malen auch etwas betuppen wollte und nur oben die Arme bewegte und im Gegenzug unten auf dem Boden lief. Natürlich wurde da sofort der Gang ins Tiefere gewagt, so dass richtig geübt werden konnte. Erstaunt war ich dann, als sie kurz darauf schon zu mir ins Schwimmerbecken kam und mit mir sage und schreibe zwei Bahnen schwamm. Ich neben ihr im Wasser und mein Mann daneben außen am Beckenrand. Voller Stolz ging sie danach wieder zurück ins Nichtschwimmerbecken und war sich der beachtlichen Blicke der älteren Generation sehr bewusst. So war mir klar: Denn Schwimmkurs sage ich ab, auch das wird Papa schon schaukeln.

So klappte dann das Schwimmen sehr gut, doch zum Seepferdchen benötigt man auch ja noch das Heraufholen eines Gegenstandes aus brusttiefem Wasser. Das Springen ins Becken war ja nie ein Thema gewesen.

Das sollte dann auch noch geübt werden und das erste Tauchen versuchte ich dann mit ihr, als ich an einem Sonntag mit ihr ins Schwimmbad fuhr. Angst davor hatte sie keine, aber den Popo bekam sie irgendwie nicht runter. Das alles war dann noch im alten Jahr und so kurz vor knapp vor Weihnachten wurde die Zeit irgendwie zu knapp und das Üben wurde leider weniger. Doch ein neues Jahr begann und die guten Vorsätze waren natürlich da und so wurde wieder geübt – natürlich war Papa wieder am Start und siehe da, er konnte es ihr mit Leichtigkeit vermitteln, wie sie tiefer ins Wasser tauchen konnte. Lange Rede kurzer Sinn, übte er dann noch 2 Mal das Tauchen mit ihr und letzten Donnerstag sollte es wieder so sein.

Ich wieder meine Bahnen am Schwimmen, während sie übten. Ich hatte sie da immer im Blick und war leicht irritiert, als sie dann zum Bademeister gingen und mit diesem sprachen. Mehr erst einmal nicht, doch kurz darauf schaute der Bademeister sich Nina genauer an und sprach wieder mit ihr. Ja und da wurde ich doch schon leicht nervös…machte sie nun doch ihr Seepferdchen? Jetzt schon? Die Woche davor war sie beim Üben nämlich so gar nicht konzentriert.

Und so sollte es sein, denn nach einem kurzen Sprung ins Wasser, in der Hand den Tauchring kam sie rüber zu meinem Becken. Papa und Bademeister im Schlepptau. So schwamm sie neben mir mit den Blicken von meinem Mann und dem Bademeister ihre Bahn. Eigentlich wäre das genug gewesen, denn gefordert waren nur 25 m, aber sie schwamm nach kurzer Aufmunterung des Bademeisters noch die Bahn zurück und stolz hatte sie es damit geschafft.

Ihr Seepferdchen!!!! Sofort flitze sie zur Badetasche und lupfte meinen Geldbeutel und ging mit Papa zum Bademeister, der ihr das Seepferdchen sowie eine Urkunde überreichte.

Ach was ist sie darüber stolz und mein Mann und ich natürlich auch. Als Belohnung gab es dann einen neuen Bikini, auf den das Seepferdchen am nächsten Tag sofort aufgenäht wurde. Voller Stolz wurde sie auch am nächsten Morgen von ihrer großen Schwester geweckt und im Kindergarten gab es an dem Freitag für sie kein anderes Thema. Dort nahm sie das Abzeichen sogar mit hin, worauf die Leiterin es ihr als Farbkopie gab, so dass ich das Original sicher mit nach Hause nehmen konnte, um es auf den neuen Bikini zu nähen.

So haben beide unserer Kinder ihr Seepferdchen mit 5 Jahren gemacht und sind mega stolz darauf.

Wie handhabt ihr es? Habt ihr auch damals das Seepferdchen gemacht oder wie bringt ihr es euren Kids bei?

Ich selbst habe gar keines, worauf meine Kleine nur meinte, ob ich damals nicht so mutig gewesen sei? Da musste ich doch schon ein wenig schmunzeln…

Eure kunterbunt79

 

4 Gedanken zu “Seepferdchen ich komme

  1. Herzlichen Glückwunsch! So eine süße Geschichte. Ist doch schön, wenn der Morgen direkt mit einem Schmunzeln beginnt. 😁 Lang,blang ist’s her. Ich hab mein „Seepferdchen“ damals im Urlaub in Dänemark gemacht. Da hieß das, glaube ich, Delphin und ich weiß noch wie hübsch ich das Abzeichen damals fand. Abzeichen hin oder her, ich freu mich für dich und deine Tochter. Ein schönes Erfolgserlebnis…
    Oh, und ich will heute dein cooles Kaffee-Peeling ansetzen. Ein tolles Rezept! Koffein, dass man sich auf die Haut schmieren kann. Viel besser geht’s nicht. 😉
    Liebe Grüße, Jenny

  2. Hallo Sabrina,

    Herzlichen Glückwunsch an deine Tochter. Wie stolz sie in die Kamera lächelt. Das sind Erinnerungen fürs Leben.

    Wir hinken mit dem Schwimmen etwas hinterher. Die Schwimmkurse sind regelmäßig ausgebucht und fürs Schwimmbad ist wenig Zeit.
    Im letzten Urlaub haben unser beiden Großen endlich gewagt mit Schwimmflügeln zu schwimmen, das war vorher immer eine Herausforderung.

    Für den Großen beginnt im zweiten Halbjahr in der Schule der Schwimmunterricht und ich hoffe, dass er diesen Sommer auch so stolz mit einem Seepferdchen posieren kann.

    Viele Grüße
    Mama Maus

  3. Glückwunsch der kleinen…pardon…grossen Schwimmerin. Ich finde das sehr sehr wichtig. Meine 3 konnten auch schon vor der Grundschule mindestens das Seepferdchen vorweisen. Darauf darf man stolz sein- unbedingt 💌
    LG
    Ellen

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